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Thema des Tages

26-11-2020 09:50

Ruhiges Novemberwetter

Im heutigen Thema des Tages werden die aktuelle ruhige Wetterlage und
ein kurzer Ausblick erläutert.

Wie so oft in diesem Monat November herrscht in Deutschland
Hochdruckeinfluss. Tiefdruckgebiete machen meist einen weiten Bogen
um Deutschland. Bestenfalls erreicht uns ab und zu ein schwacher
Tiefausläufer und sorgt vorübergehend für etwas Regen und für eine
Durchmischung der Luftmassen.

Aufgrund der spätherbstlichen Jahreszeit und der relativ feuchten,
unteren Atmosphäre bedeutet Hochdruckeinfluss nicht nur eitel
Sonnenschein, sondern vielerorts auch tagsüber teils zähen Nebel und
Hochnebel. Die Sonne kann sich daher häufig nur bedingt oder kurz
zeigen. Dagegen ist es auf den Bergen oberhalb des Nebels oder
Hochnebels meist sonnig.

Wetterbestimmend für nahezu ganz Deutschland ist aktuell Hoch
VALENTIN, dessen Schwerpunkt sich über Südosteuropa befindet.
Lediglich der Norden Deutschlands wird von einer schwachen Kaltfront
des Tiefs TANJA über Finnland beeinflusst, welche dort für starke
Bewölkung und etwas Regen sorgt. Der große Rest des Landes liegt
allerdings unter der Nebel- und Hochnebeldecke. Auf den Bergen in der
Mitte und im Süden Deutschlands sowie in Teilen Sachsens und zwischen
der Alb und dem Schwarzwald scheint am heutigen Donnerstag dagegen
die Sonne.

Entsprechend unterschiedlich ist die Temperatur. Unter dem Dauergrau
liegen die Höchstwerte am heutigen Donnerstag zwischen 5 und 0 Grad,
bei längerem Sonnenschein und im Norden zwischen 8 und 12 Grad. In
der Nacht zum Freitag wird es in der Mitte und im Süden leichten
Frost geben. Nach Norden hin verhindert die Kaltfrontbewölkung und
das relativ warme Meerwasser ein Absinken der Temperatur in den
Frostbereich. Dort werden Tiefstwerte zwischen 2 und 7 Grad erreicht.


Am Freitag bekommt das Hoch VALENTIN Unterstützung von einem neuen
Hoch über Skandinavien und stellt mit ihm sofort eine Verbindung her,
die über Deutschland verläuft. Die Tiefdruckgebiete haben keine
Chance nach Deutschland zu gelangen und die schwache Kaltfront des
Tiefs TANJA löst sich quasi auf. Somit setzt sich das ruhiges
Herbstwetter mit Nebel- und Hochnebel bis Ende des Monats fort. Durch
das neue Hoch über Skandinavien dreht die Strömung am Boden auf
nordöstliche Richtungen, sodass allmählich kältere Luft zu uns
geführt wird. Die Temperaturen gehen insgesamt zurück, die
Tagesmaxima betragen dann am Montag nur noch 0 bis 7 Grad, nachts
herrscht recht verbreitet leichter bis mäßiger Frost. Frostfrei
bleibt es lediglich an den Küsten.

Der November und somit der Herbst enden wettermäßig unspektakulär. Im
neuen Monat Dezember, der erste des Winters, deutet sich dagegen eine
Wetterumstellung an. Es könnte dabei unbeständiger werden und
zumindest in den mittleren und höheren Lagen steigen die Chance für
Schnee.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.11.2020

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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